Veranstaltungen

Programm für das WS 2015/16

Im Folgenden findet Ihr das Programm für das WS 2015/16:

Seminar: Nationalismus & -kritik
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In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Thema ‘Nationalismus’ anhand verschiedener liberaler, linker und linksradikaler Kritik auseinandersetzen. Eine Sammlung von Texten dafür ist vorbereitet, jede*r Teilnehmende ist aber auch herzlich eingeladen, eigene beizusteuern und den Verlauf des Seminars mitzugestalten.
Jeden Dienstag 18-20 Uhr, Psychologisches Institut, Schleichstraße 4, Raum 4517, Ebene 5 (3. Stock).
Erstes Treffen: 20.10.2015

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Arbeitskreis: Automatisierung
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Im Rahmen des AKs Automatisierung möchten wir anderen Interessierten und uns selbst die Möglichkeit geben, sich intensiver als im sonst üblichen Seminar-Format auf selbstbestimmte und interdisziplinäre Weise gesellschaftstheoretisch mit dem Themenkomplex Automatisierung auseinanderzusetzen. Die Schwerpunktsetzung innerhalb des weitgefächteren Themenkomplexes (z.B. die zunehmende Automatisierung im Krieg, die automatisierte Verwaltung der Gesellschaft (Kybernetik) und der steigende Automatisierungsgrad in der Produktion sowie die Möglichkeit einer emanzipativen Aneignung der durch die Automatisierung geschaffenen technologischen Potentiale) soll entlang den Interessen der AK-Mitglieder erfolgen.
Das erste Treffen wird am 26.10. um 18 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist vor dem Clubhaus.

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Seminar: Science Fiction
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Science Fiction ist heute wohl jeder und jedem ein Begriff. Da sich auch in KUT-Kreisen dieses Genre großer Beliebtheit erfreut, möchten wir uns mit anderen Interessierten zusammen auch abseits des üblichen Konsumlevels mit der Thematik auseinandersetzen. Uns interessiert unter anderem die Frage, wie die gesellschaftliche Bedeutung der SciFi als popularisierte Form der Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und abzusehenden gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen einzuschätzen ist. Auch möchten wir uns damit befassen, welchem Wandel das Genre als Spiegel utopischen und dystopischen Denkens im Laufe der Zeit unterworfen war – ist derzeit etwa eine eher dystopische Grundierung vorherrschend, so wollen wir uns auch auf die Spurensuche nach Werken machen, die zu Zeiten eines weit verbreiteten Zukunftsoptimismus und Fortschrittsglaubens entworfen wurden. Wer sich auch abseits des bloßen In-die-Röhre-Schauens mit dem SciFi Genre, insbesondere im Film, auseinandersetzen möchte, ist herzlich
eingeladen.
Jeden zweiten Donnerstag 18-20 Uhr, Psychologisches Institut, Schleichstraße 4, Raum 4517, Ebene 5 (3. Stock).
Erstes Treffen: 22.10.2015

Übersicht und Lektüre für die Seminare im SoSe 2015

[Postkapitalismus]

*Bitte schreibt Eure Fragen, Anmerkungen und Kritiken zu den Texten immer ins Pirate- bzw. Etherpad, das unter den jeweiligen Sitzunge verlinkt ist, am liebsten bis Sonntag Abend.*

*Die Lektüre für die Seminarsitzungen ist immer hier zugänglich, allerdings benötigt Ihr dort das Passwort, welches Euch im Seminar gesagt wurde. Wenn es frei zugängliche Texte oder Materialien aus dem Seminar gibt, sind sie bei den einzelnen Sitzungen verlinkt*

1. Sitzung am 21.04.2015: Einführung und Vorstellung; Seminarplan

2. Sitzung am 28.04.2015: (Peer-)Commons; Lektüre: Stefan Meretz – Grundrisse einer freien Gesellschaft (frei zugänglich inkl. Quellenverzeichnis)

3. Sitzung am 05.05.2015: Parecon – Partizipatorische Ökonomie; Lektüre: Michael Albert und Florian Zollmann – Parecon – Partizipatorische Ökonomie (Passwort nötig)
Piratepad: http://piratepad.net/0WHXZ3cQzI

4. Sitzung am 12.05.2015: Krisentheorien (externer Referent: Thomasz Konicz); Lektüre: Thomasz Konicz – Vorwort (zum Buch ‚Aufbruch ins Ungewisse‘) und „Wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst“ (Passwort nötig); der zweite Artikel ist auch hier frei zugänglich
Piratepad: http://piratepad.net/eH8VCx2iAD

5. Sitzung am 19.05.2015: ComputerPlanwirtschaft; Lektüre: W. Paul Cockshott & Allin Cottrell – Planungskonzepte für eine sozialistische Ökonomie (Passwort nötig)
Etherpad: https://etherpad.mozilla.org/v9hsaN0t1z

6. Sitzung am 26.05.2015: noch nicht klar (fällt evtl. aus wegen Pfingstferien oder Thema Zapatistas/EZLN)

7. Sitzung am 02.06.2015: Genossenschaftswesen Lektüre: gibt es diesmal nicht, dafür aber einige Hinweise des Referenten und eines anderen Seminarteilnehmers
Etherpad: https://etherpad.mozilla.org/67dAkjDE8D

8. Sitzung am 09.06.2015: Demokratisierung Rojava Lektüre: Abdullah Öcalan – Demokratischer Konföderalismus & Elke Dangereit – Das Modell Rojava (Passwort nötig)

9. Sitzung am 14.06.2015: Exkursion ins Fablab Neckar-Alb: Vorführung, wie 3D-Druck funktioniert und Präsentation zu Open-Source-Produktion von Leuten aus dem Fablab

10. Sitzung am 16.06.2015: sogenannte Zukunftstechnologien Lektüre: Ludger Eversmann – „Die digitale-Dinge-Allmende“ & „Schafft volkseigene Infofakturen“ (frei zugänglich). Hier nochmal passwortgeschützt.

11. Sitzung am 23.06.2015: Postwachstumsökonomie (externer Referent: Jan Zoellick) Lektüre: Kallis, Girogios; Martinez-Alier, Joan; Schneider, Francois: Crisis or opportunity? Economic degrowth for social equity and ecological sustainability. Introduction to this special issue

12.Sitzung am 30.06.2015: Bedingungsloses Grundeinkommen Lektüre:
1. Dm-Chef Werner zum Grundeinkommen: „Wir würden gewaltig reicher werden“ (frei zugänglich)
2. Grundeinkommen: „Jeder könnte sich frei entfalten“ (frei zugänglich).
Hier beide Texte nochmal passwortgeschützt.

13. Sitzung am 07.07.2015: Sowjetunion (Planwirtschaft/Rätesystem)
Lektüre:
1. Meinhard Creydt – Wovon Freunde der Sowjetunion absehen
(frei zugänglich)
2. Helmut Altrichter – Staat und Revolution in Sowjetrussland 1917-1922/23 (Auszüge) (passwortgeschützt)
Hier nochmal beide Texte passwortgeschützt

14. Sitzung am 14.07.2015: Reflexion einiger besprochener Ansätze (externe Referenten: IG Robotercommunismus (Translib Leipzig))
Lektüre:
1. IG Robotercommunismus in der Translib Leipzig: 16 Thesen zur Degrowth Bewegung (frei zugänglich)
2. Marco Bonavena & Johannes Hauer: Grundeinkommen – macht Arbeiter und Unternehmerinnen glücklich!? Teil 1 & Teil 2 (frei zugänglich)
3. Ein neuer Text zur Alternativökonomie – Kommunismus ist was Bestimmtes – Eine Replik auf die Autodidaktische Initiative Leipzig – Von einigen Leuten aus der IG Robotercommunismus (frei zugänglich)

Hier alle drei Texte nochmal passwortgeschützt

15. Sitzung am 21.07.2015: Abschlusssitzung

[Negative Dialektik]

Das Buch als PDF

1. Sitzung am 27.04.2015: Vorstellung

2. Sitzung am 04.05.2015: Negative Dialektik S.1-24 (Ende des Absatzes „[…] führt seine Selbstbesinnung auf den eigenen Sinn.“)

3. Sitzung am 11.05.2015: weiterhin Negative Dialektik S.1-24 (Ende des Absatzes „[…] führt seine Selbstbesinnung auf den eigenen Sinn.“)

4. Sitzung am 18.05.2015: weiterhin Negative Dialektik S.1-24 (Ende des Absatzes „[…] führt seine Selbstbesinnung auf den eigenen Sinn.“)

5. Sitzung am 25.05.2015: noch nicht klar (Pfingstferien)

6. Sitzung am 01.06.2015: weiterhin Negative Dialektik S.1-24 (Ende des Absatzes „[…] führt seine Selbstbesinnung auf den eigenen Sinn.“)

7. Sitzung am 08.06.2015: weiterhin Negative Dialektik S.1-24 (Ende des Absatzes „[…] führt seine Selbstbesinnung auf den eigenen Sinn.“)

8. Sitzung am 15.06.2015: Negative Dialektik S.24-27 (Ende des Absatzes „[…] über den Begriff durch den Begriff hinauszugelangen.“)

9. Sitzung am 22.06.2015: Negative Dialektik S.24-29 (Ende des Absatzes „[…] sein Audruck, ist objektiv vermittelt.“)

10. Sitzung am 29.06.2015: Negative Dialektik S.24-29 (Ende des Absatzes „[…] sein Audruck, ist objektiv vermittelt.“)

11. Sitzung am 06.07.2015: Negative Dialektik S.24-29 (Ende des Absatzes „[…] sein Audruck, ist objektiv vermittelt.“)

12. Sitzung am 13.07.2015: Negative Dialektik S.29-42 (Ende des Absatzes „[…] nicht durch Kompromiß.“)

13. Sitzung am 20.07.2015

[Das Kapital Bd. 1]

ACHTUNG: Terminänderung: Nicht mehr am Mi. 12 Uhr, sondern Do. 12 Uhr, weiterhin im Seminarraum 1 im Neubau des Theologicums

Das Buch als PDF

1. Sitzung am 29.04.2015: Vorstellung

2. Sitzung am 06.05.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 1-55 (1.1.1: „Vor- und Nachworte“ und „Die zwei Faktoren der Ware“)

3. Sitzung am 13.05.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 49-55 (1.1.1: „Die zwei Faktoren der Ware“)

4. Sitzung am 20.05.2015 :Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 56-61 (1.1.2: „Doppelchakter der in den Waren dargestellten Arbeit“ )

5. Sitzung am 27.05.2015: noch nicht klar (Pfingstferien)

6. Sitzung am 03.06.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

7. Sitzung am 10.06.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

8. Sitzung am 18.06.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

9. Sitzung am 25.06.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

10. Sitzung am 02.07.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

11. Sitzung am 09.07.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

12. Sitzung am 16.07.2015: Das Kapital (Bd. 1; MEW 23) S. 62-85 (1.1.3: „Die Wertform und der Tauschwert“)

13. Sitzung am 23.07.2015


[Der eindimensionale Mensch]

Das Buch als PDF

Am Seminar zum eindimensionalen Menschen bestand bisher noch kein großes Interesse, deshalb fällt es bis auf Weiteres aus. Wer noch Interesse hat, aber einen anderen Termin oder ein anderes Format bevorzugen würde, möge sich über die Emailadresse auf der Startseite ganz oben rechts melden.

(mehr…)

Vortrag Tomasz Konicz zu Krise & Systemalternativen

Vortrag Konicz

Haben wir uns schon so sehr an den Kapitalismus gewöhnt, dass wir dessen Agonie nicht mehr wahrnehmen können? Konicz plädiert dafür, die alltägliche Gewöhnung an die Absurditäten und Zumutungen der kriselnden globalen Marktwirtschaft abzustreifen und deren dramatischen Verfall mit einer gesunden Portion Entfremdung endlich wahrzunehmen. Laut dem Referenten befindet sich das Kapitalistische Weltsystem in einem avancierten Stadium einer dekadenlangen Systemkrise, die sich von der Peripherie in die Zentren des Systems frisst. Der Vortrag soll die Ursachen und die historische Verlaufsform dieses fundamentalen Krisenprozesses nachzeichnen, sowie Fragen nach Systemalternativen sowie einer transformatorischen Praxis aufwerfen.

Tomasz Konicz ist Blogger, Journalist und Buchautor. Er publizierte in Telepolis, der Zeitschrift Krisis, der Tageszeitung junge Welt, sowie der Monatszeitschrift konkret. Darüber hinaus veröffentlichte er Ende 2013 eine Monographie zum Thema „Krisenideologie. Wahn und Wirklichkeit spätkapitalistischer Krisenverarbeitung“ und fungierte Ende 2014 als Mitherausgeber des Sammelbandes „Aufbruch ins Ungewisse. Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise“.

Die Veranstaltung wird freundlicherweise gefördert durch den StuRa der Uni Tübingen.

Veranstaltungsort: Schleichstraße 4, Psychologisches Institut, Raum 4.333
Veranstaltungsbeginn: Dienstag, den 12.05.2015, 18 Uhr ct.

Literatur und Materialien zu Foucaults Sexualität und Wahrheit I: Der Wille zum Wissen

1. Sitzung 31. April ’13:
- keine Literatur: Vorbesprechung
2. Sitzung am 07. Mai ’13:
- Foucault: Vorwort & Kapitel 1: „Wir Viktorianer“ (Passwort benötigt)
- Protokoll der Diskussion
3. Sitzung am 14. Mai ’13:
Foucault: Kapitel 2 „Die Repressionshypothese“, erster Abschnitt „Die Anreizung zu Diskursen“ (Passwort benötigt)
4. Sitzung am 04. Juni ’13:
- Foucault: Kapitel 2: „Die Repressionshypothese“, zweiter Abschnitt „Die Einpflanzung von Perversionen“ (Passwort benötigt)
5. & 6. & 7. Sitzung am 11., 18. und 25. Juni ’13:
- Foucault: Kapitel 3: Scientia Sexualis (Passwort benötigt)
7. Sitzung: am 25. Juni ’13:
- Foucault: Kapitel 4: Der Dispositiv der Sexualität: übergreifender Teil und erster Abschnitt: Motiv (Passwort benötigt)
8. Sitzung am 02. Juli ’13:
Foucault: Kapitel 4: zweiter Abschnitt: ‚Methode‘ (Passwort benötigt) (im Dokument ist auch schon der Abschnitt für die nächste Sitzung, der aber nicht am 02. Juli zu besprechen gedacht ist)

Selbstorganisiertes Seminar (#4) zu Ideologie(-kritik)

selbstorganisiertes Seminar zum Thema Ideologie(-kritik)

Was sind Ideologien? Wie treten sie in Erscheinung? Welche Auswirkungen haben Ideologien auf unser Denken, Fühlen, Handeln? Wozu dienen sie, wer profitiert möglicherweise von ihnen? Was meint Lukács, wenn er von Ideologie als ein „notwendig falsches Bewusstsein“ spricht? Ist Ideologiefreiheit überhaupt möglich oder wünschenswert? Die Frage der Objektivität von Aussagen und Theorien ergibt sich in vielen Studiengängen ständig. Allerdings wird sie zumeist nur auf methodischer Ebene gestellt und grundlegendere, philosophische Überlegungen haben kein Platz im Stundenplan. Die Kritische Universität Tübingen ist eine aus dem letzten Bildungsstreik hervorgegangene Initiative von Student*innen. Sie ist ein Versuch sich abseits des üblichen Leistungs- und Bewertungsdrucks in netter (Seminar-)atmosphäre mit Themen und Fragen auseinander zu setzten, die an der Uni Tübingen nicht befriedigend behandelt werden. Jede*r Interessierte ist herzlich eingeladen es uns gleich zu tun. ECTS-Punkte werden nicht vergeben.

Ab diesen Mittwoch wöchentlich um 18:15 im Institut für Psychologie, Schleichstraße 4, Raum 4328
Weitere Infos hier auf diesem Blog und über den Verteiler (Passwort dafür kann man bei der Sitzung erfahren).

Planung fuer’s kommende Semester

Hi liebe Leute,

wir haben uns gestern getroffen um zu besprechen, was kommendes Semester für ein/zwei oder mehr KUT-Seminar(e) stattfinden könnte(n).

Dabei haben wir verschiedene Vorschläge gesammelt und wollen Euch diese erstmal unterbreiten. Wenn noch jemanden weitere Themen interessieren, sollten diese bis einschließlich Sonntag, 09.09. über den Verteiler vorgeschlagen werden. Wenn Ihr nicht auf dem Verteiler seid oder Euch auch nicht an das Passwort erinnert, mit dem man sich über den Link rechts auf den Verteiler eintragen kann, schreibt Eure Vorschläge bitte in das Kommentarfeld unten. Wenn die Vorschläge gesammelt sind, wird ein Doodle erstellt um zu erruieren, wer wo mit vorbereiten oder eine Sitzung gestalten würde o.Ä.. Wenn wir das wissen, können wir dann beschließen, was wir alles machen wollen und wie es von statten gehen soll.

Vorschläge:

Mensch und Natur: z.B. Vorstellungen von der Natur des Menschen (weil so viel damit erklärt/begründet wird); Naturwissenschaften – wie funktionieren sie? (z.B. Texte aus der Geschlechterforschung und der Kritischen Theorie);

Sexualität: Wie funktioniert sexuelles Begehren: Warum werden bestimmte Formen der Sexualität negativ bewertet? Warum spielt Sexualität für das Selbstbild der Subjekte so eine große Rolle? Warum z.B. funktionieren Anspielungen auf die Sexualität oft als Beleidigung?

Nationalismustheorie: Zunächst: historische Genese der bürgerlichen Nationalstaaten; begriffliche Klärung dessen, was Nation ist; Nationalismus und seine heutige(n) Form(en), z.B. Standortnationalismus; völkischer Nationalismus vs. Republikanischer Nationalismus

irgendwas mit Ästhetik, besonders: Was ist Kunst? Wie funktioniert Kunst im Kapitalismus (Kulturindustrie)? Kunst-Geschmack als soziales Abgrenzungsmerkmal; Ist politische Kunst möglich/nötig/wünschenswert/Müll? Kunst als negative Utopie (Adorno)

Subjekt: Der Poststrukturalismus scheint das Subjekt als Effekt von Diskursen zu begreifen; die Kritische Theorie behauptet ein Unterbewusstes des Subjekts, mit dem man die Verhaltensweisen, die man z.B. für irrational hält, erklären könnte; Hegel scheint das Subjekt als etwas das sich aus der Unterscheidung von einem Selbst von der Ganzheit der eigenen Begriffe ergibt zu verstehen. Warum denken und handeln Menschen so, wie sie es tun? Was ist das Subjekt?

Ideologiekritik: Was ist Ideologie? Was ist das notwendige am „notwendig falschen Bewusstsein“ (Lukács)? Ist Ideologiefreiheit möglich/nötig/wünschenswert/Müll?

Paradigmen in der Wissenschaft (Thomas S. Kuhn): Kann Wissenschaft objektiv sein oder ist sie notwendig in einem Paradigma befangen und damit nicht objektiv? Haben Paradigmen einen ideologischen Charakter? Kann man als Wissenschaftlerin unparteiisch sein?

Anwürfe gegen’s universitäre Establishment, akademische Nestbeschmutzung: Wissenschaft als (Re-)Produktionsraum herrschender Ideologien. Z.B.: Kritik der vorherrschenden Totalitarismusdoktrin, Kritik der Extremismustheorie…

Antisemitismus:
Wenn Leute beschuldigt werden, den Antisemitismus-Vorwurf als Instrument zu gebrauchen, impliziert das ein Publikum, das sich von einem nicht gerechtfertigten Vorwurf beeindrucken lässt. Es muss also von diesen Antisemitismuskritiker_innen-Kritiker_innen zugestanden werden, dass mangelnde Aufklärung darüber was Antisemitismus ist und warum es ihn gibt, besteht.
Verbreitet scheint mir die Erklärung: Antisemitsmus gibt’s halt weil Leute Buhmänner für irgendwas, das sie schlecht finden, suchen. Abgesehen davon, dass das eine strategische, bewusste Suche implizieren kann und damit z.T. verschwörungstheoretisch anmutet, geht aus dieser Erklärung nicht hervor, wieso gerade über Juden eine Ideologie zustande kommt und wie sie zu ihren genauen Inhalten kommt (raffgierig, hinterhältig, Weltverschwörung etc.).
Hier schlagwortartig ein paar Themen, mit denen wir uns beschäftigen könnten: primärer & sekundärer Antisemitismus, Vernichtungsantisemitismus, struktureller Antisemitismus, Schuldabwehr-Antisemitismus…
Diskutieren könnte man auch das Verhältnis von Antijudaismus und Antisemitismus.

Faschisierung in Ungarn
:
Ich habe zwar ein paar Texte dazu gelesen, kann aber jetzt aus dem Gedächtnis kein sicheres Bild mehr zeichnen, weswegen ich nur allgemein die Tendenzen nenne, die dort hegemonial werden (also mindestens tendenziell in der Regierung vertreten werden): Antiziganismus (bis hin zu Morden und Pogromen), völkischer Nationalismus des Magyarentums (Imagination einer geknechteten völkischen Identität, die chauvinistische Ansprüche ggü. Minderheiten und anderen Ländern rechtfertigen soll; revanchistische Gebietsansprüche; Geschichtsklitterung); Rückfall hinter den bürgerlichen Rechtsstaat (Aufhebung der Pressefreiheit; Entlassung nicht genehmer (liberaler und linker) Personen aus den Behörden und Universitäten); Antisemitismus…
Mich würde erstmal eine Bestandsaufnahme und natürlich die Frage nach den Gründen interessieren.
Evtl. könnten wir auch Griechenland mit betrachten, wo ja inzwischen auch Menschen die für Migrant_innen gehalten werden, z.T. unter Duldung und sogar aktiver Beteiligung der Polizei auf der Straße angegriffen werden. Wir könnten dann die Frage behandeln ob es einen gemeinsamen Grund für beide Entwicklungen gibt.

Die thematischen Erläuterungen sind nur erste Ideen/Vorschläge. In der weiteren Vorbereitung können wir uns genauer Gedanken darüber machen und auch Punkte verwerfen oder so.

Im Übrigen habe ich, der Protokollant, den Vorschlag zwei oder drei zusätzliche Sitzungen neben den regulären Terminen zu machen, um dort Ergebnisse festzuhalten, also einfach aufzuschreiben, was man wichtig findet oder welche Fragen man für unbeantwortet und bedenkenswert hält. Vielleicht gibt es sogar mehrere Veranstaltungen und wir können uns zusammensetzen um zu überlegen ob unsere Ergebnisse gemeinsame Momente aufweisen. Z.B. hätte ich letztes Semester interessant gefunden, zu gucken, ob die Kritik, die z.B. von Klaus Holzkamp an der Mainstreampsychologie geübt wurde, einen Grund hat, der auch in anderen Fächern wirkt, wenn er z.B. bemängelt, dass ein bestimmtes Verhalten von Menschen beharrlich – ohne Anhaltspunkt – als Ausdruck ihrer Natur aufgefasst wird.

Wenn’s Anmerkungen oder Fragen zum Protokoll gibt oder, wie oben geschrieben, jemanden weitere Themen interessieren, schicket sie einfach über den Verteiler. Am 10.09. mache ich dann das Doodle zum Abstimmen der Themen.

Literatur und Materialien für die einzelnen Sitzungen des Poststrukturalismus-Seminars

Die Literatur für die jeweils kommende Sitzung des Poststrukturalismus-Seminars wird, so bald es möglich ist, an dieser Stelle veröffentlicht. Das Passwort erfahrt Ihr auf Nachfrage (wie letztes Semester, nur normal geschrieben).

1.Sitzung 18.10.2011: Einführung und Vorstellung
- hier gab es noch keine Literatur, aber den Seminarplan.

2.Sitzung 25.10.2011: Rückblick – Strukturalismus und Herkunft des Strukturalismus
- Text von Claude Lévi-Strauss – Kurzer Auszug aus ‚Traurige Tropen‘ (13 Seiten), Passwort benötigt

3.Sitzung 08.11.2011: Jean-François Lyotard – Wissen in „postindustriellen Gesellschaften“, Das Ende der großen Erzählungen,
Begri ff der Postmoderne.
- Text von J.-F. Lyotard – Ausschnitt aus „Das Postmoderne Wissen“ (Diskussionsgrundlage: Kap. 1-3, empfohlen: Kap. 1-5), Passwort benötigt

4. Sitzung 15.11.2011: Roland Barthes – Der Tod des Autors, Mythos als Aussage, Mythos als semiologisches System
- Text von Roland Barthes – Kritik und Wahrheit, Passwort benötigt

5. Sitzung 22.11.2011: Emmanuel Levinas – Metaphysik, Ethik und Politik, Umkehr der Ordnung des Subjekts und des Anderen
- Die Kapitel „Das Es-gibt“ und „Die Einsamkeit des Seins“ aus einem Text von Emmanuel Levinas, Passwort benötigt

6. & 7. Sitzung 29.11.2011, 06.12.2011: Jacques Lacan – Spiegelstadium, Subjekt als Sprachwesen, Das begehrende Subjekt, Imaginäres-Symbolisches-Reales (RSI)
- Jacques Lacan – Subversion des Subjekts, Passwort benötigt

8. Sitzung 13.12.2011: Louis Althusser: Strukturaler Marxismus
- Louis Althusser – Ideologie und ideologische Staatsapparate

9. Sitzung 20.12.2011: Michel Foucault: Diskurs, Wahrheitsbegriff, Subjektkonstitution
- Michel Foucault – Die Ordnung des Diskurses, Passwort benötigt
- Präsentation – Michel Foucault

10. Sitzung 10.01.2012: Jacques Derrida: Différance, difference, Dekonstruktion
- Jacques Derrida – Schurken. Zwei Essays über die Vernunft (für das Seminar zu lesen: S.15-66), Passwort benötigt
- anderer Scan des Textes: ohne schwarzen Rand aber dafür mit ein paar Verschiebungen, Passwort benötigt

11. Sitzung 17.01.2012: Gilles Deleuze & Felix Guattari: Rhizom
- Gilles Deleuze & Felix Guattari – Rhizome, Passwort benötigt

12. Sitzung 31.01.2012: Jean Baudrillard
- Jean Baudrillard – Nach der Orgie, Passwort benötigt
- Tip zum Weiterlesen: Martin Buxton – The Postdialectic Paradigm of Context in the Works of Smith

13. Sitzung 15.02.2012: Ernesto Laclau & Chantal Mouffe: radikale Demokratie, Unmöglichkeit der Klassenlosigkeit
- Ernesto Laclau – Ideologie und Postmarxismus (deutsch, aber nur 8 von 13 Seiten)
- Ernesto Laclau – Ideology and Postmarxism (english, 13/13 pages), password needed

14. Sitzung 15.02.2012: Pierre Bourdieu: Das Kapital im sozialen Feld
- Präsentation zu Pierre Bourdieu
- Kurzfilme zu Bourdieus Kunsttheorie

15. Sitzung 15.02.2012: Judith Butler: Sex, Gender und Begehren als soziale Konstrukte
- Präsentation zu Judith Butler

16. Sitzung 15.02.2012: Giorgio Agamben: Ausnahmezustand, Lager und nacktes Leben
- Giorgio Agamben – Jenseits der Menschenrechte

Nicht mehr drangekommen:
- Slavoj Zizek – Willkommen in der Wüste des Realen
- Slavoj Zizek – Pure Gewalt

Selbstorganisiertes Seminar zum Poststrukturalismus

Flyer zum selbstorganisierten Poststrukturalsimus-Seminar im WS11/12

Kennst Du das auch: Du – Brille, hippe Frisur, Marke „Student“[*] – hast Dich gerade im Seminar gemeldet und nimmst das Gerede des Dozenten auseinander, als ein Kommilitone aus der hinteren Reihe das Wort ergreift. Brille, hippe Frisur, Marke „Student“. Deine brilliante Ideologiekritik wird mit dem Verweis auf „Diskurse“, sog. „Machtverhältnisse“ u.ä. zerredet. Nicht, wer recht hat, sei die interessante Frage, sondern, wer, warum und wie Wahheit für sich in Anspruch nimmt. Unvermeidlich fallen Namen: Foucault, Derrida, Butler, Deuleuze, Guattari, Barthes etc. Wir gratulieren – Du hast Kontakt mit Poststrukturalismus gehabt!

Was ist dieser Poststrukturalismus bloß, denkst Du Dir. Wo kommt er her? Was hat es mit ihm auf sich? Und warum beanprucht dieser Typ Wahrheit für s e i n e Aussagen? (Mit der letzten Frage bist Du auf dem besten Wege Poststrukturalist_in zu werden.)
Fragen über Fragen und keine Antwort in Sicht? – Kritische Uni hilft!

[* Musst natürlich kein_e Studi sein um mitzumachen]

Was ist Poststrukturalismus?

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich in den Geisteswissenschaften eine Strömung gebildet die unter dem Namen Poststrukturalismus/postmoderne Philosophie bekannt ist. Ihre Theorien greifen weit aus und stellen neben sozialwissenschaftlichen und philosophischen auch naturwissenschaftliche Erklärungen der Welt infage. Thesen wie zum Beispiel die, dass auch der „sex“, das biologische Geschlecht, sozial konsturiert sei (J. Butler), erregten hier Aufsehen.

Warum wir?

Im Unibetrieb kommt der Poststrukturalismus zwar teilweise vor, allerdings oft nur unter der in sozialwissenschaftlichen Seminaren gängigen Voraussetzung, dass man letztlich – zumindest in seinem eigenen Fachgebiet – sowieso nicht entscheiden könne, ob die jeweilige Theorie stimmt. In Veranstaltungen, die gar nicht das Ziel haben die Geltung der Theorien, mit denen sie sich befassen, zu beurteilen, braucht man sich nicht wundern, wie sie darin vorkommen: Als einzelne Theorien unter vielen, für die man sich eben entscheiden kann oder nicht.

Theorien, die andere Theorien kritisieren, kann man so nicht gerecht werden. Wenn man sich nur anschauen will, welches Ergebnis bei der „Anwendung“ einer Theorie, denn am besten zu dem Phänomen passt, das man sich erklären möchte, bringt man sich tendenziell um das Wesentliche der jeweiligen Kritik. Der Inhalt einer Kritik an einer anderen Theorie ist nunmal, dass die andere Theorie – aus bestimmten Gründen – zumindest teilweise falsch ist. Die Kritik betrifft also einen Bereich, den man sich entschieden hat, nicht entscheiden zu können.

Wir wollen in diesem Seminar die Theorien nun wirklich beurteilen.

Wer macht das?

Das Seminar ist das zweite von Studis selbstorganisierte Seminar im Rahmen der Kritischen Uni Tübingen (KUT). Im letzten Jahr setzten wir uns mit der „Kritischen Theorie“ auseinander, einer Strömung, die auch unter dem irreführenden Namen der „Frankfurter Schule“ bekannt ist.

Wie geht’s weiter, was soll noch geschehen?

Wenn wir uns am Ende dieses Wintersemesters einen Einblick in den Poststrukturalismus verschafft haben, wollen wir uns im folgenden Sommersemester die Frage stellen, in welchem Verhältnis die Kritische Theorie zum Poststrukturalismus steht:
Einige Forscher, die sich in die Tradition der Kritischen Theorie stellen, behaupten Folgendes: Bei der postmodernen Philosophie handele es sich um ein Geschäft, das „jede allgemeine Begriffsbestimmung als „logozentrisch“ und jede Betrachtung der Gesellschaft unter Vernunftkriterien als totalitär denunzieren“ will. Deshalb sei sie sowohl als „Reflex der objektiven Unbrauchbarkeit der Welt unter den Bedingungen spätkapitalistischer Vergesellschaftung“ als auch als „Versuch einer Sinnstiftung ebendieser Verhältnisse“ zu verstehen.

Zu dieser Frage würden wir im kommenden Sommersemester gerne eine Veranstaltungsreihe abhalten, auf der externe Referent_innen zu dem Thema sprechen. Zeitlgleich wollen wir uns mit eigener Lektüre dem Thema annehmen und uns eine Position erarbeiten. Die Vorbereitung einer solchen Reihe wird schon in diesem Semester von Nöten sein.

Ort und Zeit und Rest

Immer Dienstags um 18 Uhr c.t. im Seminar für Wirschaftswissenschaften, Mohlstraße 36 im Raum E05. Die einzelnen Sitzungen bauen nicht aufeinander auf sondern widmen sich jeweils einem_r Theoretiker_in, man kann also immer mal kommen und dann wieder nicht.

Hier gibt es nun einen ersten Seminarplan.

Literatur und Begleitmaterialien zum selbstorganisierten Seminar zur Kritischen Theorie

Die Literatur aus dem Seminarplan zum Kritische-Theorie-Seminar ist zum Teil als Pdf, zum Teil als Kopiervorlage (die man im automatischen Einzug des Kopierers einfach einlegen muss und die dann automatisch von diesem durchkopiert wird) vorhanden, die während des Seminars ausgeliehen werden kann. Hier findet sich eine Übersicht der verfügbaren Texte. Manche Texte sind nur mit einem Passwort zugänglich, das Ihr im Seminar erfragen könnt. Wenn Ihr das Passwort eingegeben habt, müsst Ihr ein Captcha lösen – dabei müsst Ihr auf den Kreis klicken, der nich vollständig geschlossen ist – dann kommt Ihr zum Link:

Als Pdf:

Erste Sitzung

Seminarplan

Powerpoint Präsentation Sitzung I

Zweite Sitzung

historischer Teil des Buches von Michael Schwandt zu Einführung in die Kritische Theorie (Passwort nötig)

Powerpoint Präsentation Sitzung II

Dritte Sitzung

Theodor W. Adorno – Soziologie und empirische Forschung (Passwort nötig)

Michael Heinrich – Dialektik – eine marxistische Wunderwaffe?[Kapitel aus: Kritik der Politischen Ökonomie. Eine Einführung] (Passwort nötig)

vorbereiter Zitatezettel: Das Wissenschaftsverständnis der Kritischen Theorie

Vierte Sitzung

Erich Fromm – Über Methode und Aufgabe einer analytischen Sozialpsychologie: Bemerkungen über Psychoanalyse und historischen Materialismus (Passwort nötig)


Erich Fromm – Der gemeinsame Boden der Theorien von Marx und Freud [Kapitel aus: Jenseits der Illusionen] (Passwort nötig)

Powerpoint Präsentation Sitzung IV

Fünfte Sitzung

Theoretische Entwürfe über Autorität und Familie – Sozialpsychologischer Teil von Erich Fromm (Passwort nötig)

Sechste Sitzung:

Theodor W. Adorno – Studien zum autoritaeren Charakter (Passwort nötig) Der Text für diese Sitzung ist der Einführungstext in die Faschismuskala (S. 37-61). Wer noch eine kleine Einführung in die Hintergründe sowie die Methodik der Studie haben will lese bitte S. 1-15 (Methodik komm auf den paar Seiten danach).

Siebte Sitzung:

Theodor W. Adorno & Max Horkheimer – Dialektik der Aufklärung (Passwort nötig) Bitte lest das Kapitel ‚Begriff der Aufklärung‘ und den Exkurs I ‚Odysseus oder Mythos und Aufklärung‘

Achte Sitzung:

Theodor W. Adorno – Soziologische Schriften I (Passwort nötig)
Bitte lest das Kapitel ‚Individuum und Organisation‘ (Im Seminar wurde auch auf den Text ‚Spätkapitalismus und Industriegesellschaft‘ Bezug genommen, der sich ebenfalls im verlinkten Dokument findet.)

Neunte Sitzung:

Herbert Marcuse – Der eindimensionale Mensch (Passwort nötig)
Bitte lest die Seiten 9-67

Als Kopiervorlage:

Jour-Fixe-Initiative Berlin (Hg.) – Kritische Theorie und Poststrukturalismus. Theoretische Lockerungsübungen

Christoph Türcke / Gerhard Bolte – Einführung in die Kritische Theorie

Helmut Dubiel – Kritische Theorie der Gesellschaft. Eine einführende Rekonstruktion von den Anfängen im Horkheimer-Kreis bis Habermas

Wilhelm von Reijen – Philosophie als Kritik. Einführung in die Kritische Theorie

Rainer Winter; Peter v. Zima (Hg.) – Kritische Theorie Heute

Axel Honneth; Institut für Sozialforschung (Hg.) – Schlüsseltexte der Kritischen Theorie

Kurt P. Tudyka – Kritische Politikwissenschaft (nicht im Seminarplan)

Kurt P. Tudyka – Internationale Beziehungen. Eine Einführung (nicht im Seminarplan)

Radiobeitrag zum Seminar Kritische Theorie

Am Montag 25.04. und in der Woche drauf am 02.05.2011 läuft um 17 Uhr im Bildungsmagazin auf der Wüsten Welle, dem Freien Radio in Tübingen und Reutlingen ein Interview mit dem Veranstalter des studentischen Seminars zur Kritischen Theorie. Hinter der Ankündigung der Redaktion des Bildungsmagazins befinden sich die in vier Teilen vorliegenden Mitschnitte der Sendung und der Seminarplan.

Gegen die weitgehende Ausblendung und Abfertigung der Kritischen Theorie in den Geisteswissenschaften an der Uni Tuebingen wurde von studentischer Seite ein Seminar zu sogenannten Frankfurter Schule organisiert. Es sollen Texte von Horkheimer, Adorno, Marcuse, Fromm und Anderen gelesen werden um einen Ueberblick ueber die wichtigsten Gedanken der Theoretiker aus dem Umfeld des Instituts für Sozialforschung zu bekommen. Hier kann man zwar keine ECTS-Punkte oder Scheine erwerben, dafür aber erste Einblicke in eine vehemente Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, an den ideologischen Aspekten ihrer Wissenschaft, die sich selbst fälschlicherweise als neutral auffasst und am Bewusstsein der bürgerlichen Individuen bekommen. Im Studiogespräch unterhielten wir uns mit dem Organisator des Seminars Jakob Hasselmann über seine Gründe das Seminar zu veranstalten. Wir klärten warum die Kritische Theorie interessant ist, stellten die Frage warum sie aus den Universitaeten verdraengt wird und versuchten eine erste Annaeherung an den Begriff der Kritik in der Kritischen Theorie. Außerdem fragten wir, wie das Seminar ablaufen soll und wie die erste (nur organisatorische) Sitzung abgelaufen ist.

Vorstellung des Veranstalters

Warum Kritische Theorie? Was ist sie?

Organisation und Inhalte des Seminars

Wie das Seminar angelaufen ist


Seminarplan