Beiträge von Philipp

Programm für das WS 2015/16

Im Folgenden findet Ihr das Programm für das WS 2015/16:

Seminar: Nationalismus & -kritik
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In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Thema ‘Nationalismus’ anhand verschiedener liberaler, linker und linksradikaler Kritik auseinandersetzen. Eine Sammlung von Texten dafür ist vorbereitet, jede*r Teilnehmende ist aber auch herzlich eingeladen, eigene beizusteuern und den Verlauf des Seminars mitzugestalten.
Jeden Dienstag 18-20 Uhr, Psychologisches Institut, Schleichstraße 4, Raum 4517, Ebene 5 (3. Stock).
Erstes Treffen: 20.10.2015

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Arbeitskreis: Automatisierung
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Im Rahmen des AKs Automatisierung möchten wir anderen Interessierten und uns selbst die Möglichkeit geben, sich intensiver als im sonst üblichen Seminar-Format auf selbstbestimmte und interdisziplinäre Weise gesellschaftstheoretisch mit dem Themenkomplex Automatisierung auseinanderzusetzen. Die Schwerpunktsetzung innerhalb des weitgefächteren Themenkomplexes (z.B. die zunehmende Automatisierung im Krieg, die automatisierte Verwaltung der Gesellschaft (Kybernetik) und der steigende Automatisierungsgrad in der Produktion sowie die Möglichkeit einer emanzipativen Aneignung der durch die Automatisierung geschaffenen technologischen Potentiale) soll entlang den Interessen der AK-Mitglieder erfolgen.
Das erste Treffen wird am 26.10. um 18 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist vor dem Clubhaus.

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Seminar: Science Fiction
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Science Fiction ist heute wohl jeder und jedem ein Begriff. Da sich auch in KUT-Kreisen dieses Genre großer Beliebtheit erfreut, möchten wir uns mit anderen Interessierten zusammen auch abseits des üblichen Konsumlevels mit der Thematik auseinandersetzen. Uns interessiert unter anderem die Frage, wie die gesellschaftliche Bedeutung der SciFi als popularisierte Form der Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und abzusehenden gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen einzuschätzen ist. Auch möchten wir uns damit befassen, welchem Wandel das Genre als Spiegel utopischen und dystopischen Denkens im Laufe der Zeit unterworfen war – ist derzeit etwa eine eher dystopische Grundierung vorherrschend, so wollen wir uns auch auf die Spurensuche nach Werken machen, die zu Zeiten eines weit verbreiteten Zukunftsoptimismus und Fortschrittsglaubens entworfen wurden. Wer sich auch abseits des bloßen In-die-Röhre-Schauens mit dem SciFi Genre, insbesondere im Film, auseinandersetzen möchte, ist herzlich
eingeladen.
Jeden zweiten Donnerstag 18-20 Uhr, Psychologisches Institut, Schleichstraße 4, Raum 4517, Ebene 5 (3. Stock).
Erstes Treffen: 22.10.2015

Vortrag Tomasz Konicz zu Krise & Systemalternativen

Vortrag Konicz

Haben wir uns schon so sehr an den Kapitalismus gewöhnt, dass wir dessen Agonie nicht mehr wahrnehmen können? Konicz plädiert dafür, die alltägliche Gewöhnung an die Absurditäten und Zumutungen der kriselnden globalen Marktwirtschaft abzustreifen und deren dramatischen Verfall mit einer gesunden Portion Entfremdung endlich wahrzunehmen. Laut dem Referenten befindet sich das Kapitalistische Weltsystem in einem avancierten Stadium einer dekadenlangen Systemkrise, die sich von der Peripherie in die Zentren des Systems frisst. Der Vortrag soll die Ursachen und die historische Verlaufsform dieses fundamentalen Krisenprozesses nachzeichnen, sowie Fragen nach Systemalternativen sowie einer transformatorischen Praxis aufwerfen.

Tomasz Konicz ist Blogger, Journalist und Buchautor. Er publizierte in Telepolis, der Zeitschrift Krisis, der Tageszeitung junge Welt, sowie der Monatszeitschrift konkret. Darüber hinaus veröffentlichte er Ende 2013 eine Monographie zum Thema „Krisenideologie. Wahn und Wirklichkeit spätkapitalistischer Krisenverarbeitung“ und fungierte Ende 2014 als Mitherausgeber des Sammelbandes „Aufbruch ins Ungewisse. Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise“.

Die Veranstaltung wird freundlicherweise gefördert durch den StuRa der Uni Tübingen.

Veranstaltungsort: Schleichstraße 4, Psychologisches Institut, Raum 4.333
Veranstaltungsbeginn: Dienstag, den 12.05.2015, 18 Uhr ct.

Erneut: Planung fuer’s kommende Semester

Hallo liebe Interessierte,

im Anschluss an die Intensivsitzung zum Abschluss des Ideologiekritikseminars haben wir eine Reihe von möglichen Themen für das Seminar im kommenden Semester gesammelt. Das Ergebnis findet Ihr weiter unten. Wir haben uns bemüht, für diejenigen, die nicht anwesend waren, eine kurze Beschreibung, oft in Form möglicher Leitfragen, zu liefern. Wenn sich jemand vorstellen könnte, ein Seminar zu einem anderen Thema (mit) zu organisieren, so können weitere Themen gerne noch bis zum Donnerstag dieser Woche (dem 28.03.2013) über den Verteiler vorgeschlagen werden. Falls kein Zugang zu dem Verteiler besteht, so kann gerne die Kommentarfunktion dieses Posts genutzt werden, um weitere Themen vorzuschlagen. Am Donnerstag wird dann ein Doodle mit den Themen erstellt werden, mittels dem dann die Auswahl des Themas erfolgen wird.
Das Doodle ist ab sofort hier aufrufbar. Die Abstimmung läuft bis Donnerstag 04. April.

Folgende Vorschläge wurden gesammelt (in alphabetischer Reihenfolge):

Lektürekurs: Hegels Wissenschaft der Logik
http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft_der_Logik

Seminar: ‚irgendwas mit Ästhetik
Was ist Kunst? Wie funktioniert Kunst in der modernen Gesellschaft (Kulturindustrie)? Kunst-Geschmack als soziales Abgrenzungsmerkmal? Ist politische Kunst möglich/nötig/wünschenswert/Müll? Kunst als negative Utopie (Adorno)?

Lektürekurs: Marx‘ Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie
In den Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, kurz Grundrisse, entwickelte Marx erstmals Grundlagen und Details seiner Werttheorie. Die Grundrisse bieten einen Zugang zu dem umfangreichen Oeuvre Marx‘ und können, gerade weil sie ein Vorprodukt des Kapitels sind, gut dazu dienen, die Entwicklung zentraler Thesen des Marxschen Werkes nachzuvollziehen und zu studieren. Die Lektüre der Grundrisse gilt gerade für Theoretiker der Neuen Linken, beispielsweise Herbert Marcuse, als zentraler Anstoß zur Weiterentwicklung des Marxismus im 20. Jahrhundert.

Lektürekurs: Michel Foucault
Einzelne Werke oder Auszüge aus Foucaults Werken sind inzwischen nicht unbekannt. Ziel ist es, en bloc ein oder zwei Werke zu lesen und zu besprechen oder ein Thema quer durch seine Werke hinweg zu verfolgen. Es bieten sich als Bücher an: „Überwachen und Strafen“ oder „Sexualität und Wahrheit“. Als Thema bietet sich Foucaults Subjekttheorie an, bzw. die Thematik „Subjekt und Wahrheit/ Selbstsorge“, letztere dann voraussichtlich in Anlehnung an seine Vorlesung zur „Hermeneutik des Subjekts“. Der genaue Fokus der Foucault-Lektüre und die letztliche Wahl des Buches kann und wird von denjenigen gelegt werden, welche ihr Interesse zur Mitarbeit bekunden.

Seminar: Nationalismustheorie
Was ist Nationalismus? Wie verlief die historische Genese des bürgerlichen Nationalstaates? Welche Funktion hat der Nationalismus in der bürgerlichen Gesellschaft? Was versteht man überhaupt unter einer Nation? Welche Formen des Nationalismus gibt es?

Seminar: Naturbegriff / Naturvorstellung
Was ist Natur? Die Grenze zwischen Natur und Mensch, zwischen Natürlichem und Künstlichem? Die Natur des Menschen – was soll das seyn, gibt es das? Naturbeherrschung und Herrschaft- Naturwissenschaften – was zum Teufel geht da vor? (Texte z.B. aus der Geschlechterforschung, Kritischen Theorie, Latour, Sohn-Rethel …);

Seminar: Sexualität
Was ist Sexualität? Wie funktioniert/entsteht sexuelles Begehren? Warum werden bestimmte Formen der Sexualität negativ bewertet? Warum spielt Sexualität für das Selbstbild / die Identität der Subjekte so eine große Rolle? Warum z.B. funktionieren Anspielungen auf die Sexualität oft als Beleidigung?

Seminar: Subjekt, Identität, Racket

Hey Leute,
ich bin mir leider noch nicht klar genug über das Thema um es in der gebotenen Kürze exemplarisch so darzustellen, dass ich meine Gedanken darin unterbringen könnte. Ich hoffe, dass Ihr das selber machen könnt, falls es Sinn macht, was ich geschrieben habe:

Das Subjekt ist etwas Sonderbares, denn es bestimmt sich als allgemein und besonders zugleich. Seine Selbstbestimmung als Besonderes stellt eine Identität mit anderen Subjekten fest, die zum Beispiel im Denken oder Erkennen liegen soll.
Meine Fragen sind: Wie unterscheidet sich ein Subjekt von einem anderen? Wenn z.B. das Denken etwas Allgemeines ist, woher kommt dann die Besonderheit eines bestimmten Subjekts? Wenn das Denken im Allgemeinen dem Subjekt erst die Möglichkeit eröffnet, sich als Besonderes aufzufassen, woher weiß das Subjekt von der Allgemeinheit seines Denkens?
Welche Versuche gibt es das Denken selbst so zu bestimmen, dass man Erscheinungen danach bemessen kann ob sie unter diese Bestimmung fallen? Wie kam es zu dem Anliegen festzustellen, was ein Subjekt sei?
Wenn die Besonderheit des Subjekts außerhalb des Denkens ihre Begründung finden sollte: Welchen Status haben diese Gründe (- historisch?, – ewig?)? Welches Verhältnis besteht zwischen ihnen und der Subjektbestimmung?