Beiträge von kut

1.) Selbstorganisiertes Seminar (#5) zum ersten Band von Michel Foucaults „Sexualität und Wahrheit“ und 2.) Selbstorganisiertes Seminar zur Kritischen Psychologie

1.) Seminar zu Michel Foucaults Sexualität und Wahrheit

Flyer zum Foucault-Seminar im SS13

In welchen Formen, durch welche Kanäle, mittels welcher Diskurse schafft es die Macht, bis in die winzigsten und individuellsten Verhaltensweisen vorzudringen; auf welchen Wegen erreicht sie die seltenen und unscheinbaren Formen der Lust, und auf welche Weise durchdringt und kontrolliert sie die alltägliche Lust? Dies sind Fragen, die sich der Historiker und Poststrukturalist Michel Foucault in einem seiner zentralen Werke Der Wille zum Wissen stellt. Wir wollen ihnen ebenfalls nachgehen.
Die Kritische Universität Tübingen ist eine aus dem letzten Bildungsstreik hervorgegangene Initiative von Student*innen. Sie ist ein Versuch sich abseits des üblichen Leistungs- und Bewertungsdrucks in netter (Seminar-)atmosphäre mit Themen und Fragen auseinander zu setzten, die an der Uni Tübingen nicht befriedigend behandelt werden. Jede*r Interessierte ist herzlich eingeladen es uns gleich zu tun. ECTS-Punkte sind nicht zu erwerben.
Ort:
Schleichstr. 4
Di, 16:00 c.t.
PI – Raum 4.305
erste Sitzung: 30.04.2013

Flyer als PDF
Plakat als PDF

2.) Seminar zur Kritischen Psychologie

Neben dem Foucault-Seminar wird es dieses Sommersemester wieder ein selbstorganisiertes Seminar zu Kritischer Psychologie geben. Donnerstags von 14:00-16:00 im PI, Raum 4.305. Erste Sitzung ist diese Woche, Donnerstag den 25. April. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

In der ersten Sitzung werden wir uns überlegen, womit wir uns dieses Semester beschäftigen wollen. Zur Wahl stehen bisher die Optionen mit der Einführung in die Kritische Psychologie von Morus Markard weiter zu machen (sind noch nicht weit) oder uns mit Primärtexten zum Thema Kritik am Experiment, Erkenntnismöglichkeit und Aussagefähigkeit experimenteller Psychologie zu beschäftigen. Auch andere Vorschläge sind gerne gesehen.

Seminar-Brunch Ideologie(-kritik) am Sa. 23.03.13

Achtung neuer Termin: Am Samstag 23.03.13 wollen wir uns weiter mit Ideologie(-kritik) befassen. Undzwar – sofern bis dahin nicht an dieser Stelle anders verkündet – um 12 Uhr im Rätesaal des Clubhauses (Wilhelmstraße 30-1) .
Das ganze soll in Form einer Mischung aus Brunch und Seminar geschehen. Dafür werden einerseits Leute gesucht, die Themen vorschlagen, für die Sitzung vorbereiten (z.B. in Form eines Referats, Zitatezettels oder Ähnlichem), andererseits, Leute, die Essen und Trinken mitbringen.

Bisher haben 6 Leute zugesagt, es könnten aber noch mehr werden. In diesem Fall würde die Zahl aktualisiert.

Wenn jemand etwas mitbringt, wäre es gut wenn das zur Koordination in der Kommentarspalte unten eingetragen wird, damit wir nicht vom Einen zu viel und vom Anderen zu wenig haben.
Wenn es besondere Bedürfnisse z.B. nach veganem, vegetarischem oder glutenfreiem Essen gibt, tragt das bitte auch in der Kommentarspalte ein, damit die Anderen das bei der Vorbereitung von Speisen berücksichtigen können.

An Themen ist bisher nur Michel Foucaults Kritikbegriff fest zugesagt.

Wenn Ihr ein Thema vorschlagen wollt oder besser noch es vorbereitet oder mit vorbereiten würdet, schreibt das bitte entweder über den Verteiler oder tragt es in der Kommentarspalte ein und teilt auch mit (je früher, desto besser), was Ihr den Anderen zur Vorbereitung empfehlt.

Als Thema vorgeschlagen sind bisher:

Louis Althusser – Ideologische Staatsapparate
Adorno & Horkheimer – Dialektik der Aufklärung

An Programm steht (Texte zur Vorbereitung empfohlen):

1.) Was sagt Michel Foucault über Kritik?:

Foucault, Michel: Was ist Kritik? Merve Verlag, Berlin 1992 (Passwort benötigt)

Puehl, Katharina: Zu ‚Kritik‘ bei Foucault.
In: Dumbadze, Devi; Geffers, Johannes; Haut, Jan; Kloepper, Arne; Lux, Vanessa; Pimminger, Irene (Hrsg.): Erkenntnis und Kritik. Zeitgenössische Positionen. Transcript Verlag, Bielefeld 2009 (Passwort benötigt)

Laufenberg, Mike: Der Preis der Wahrheit. Michel Foucaults Wissenschaftskritik und die Politik post-souveraener Wissenschaften. In: Dumbadze, Devi; Geffers, Johannes; Haut, Jan; Kloepper, Arne; Lux, Vanessa; Pimminger, Irene (Hrsg.): Erkenntnis und Kritik. Zeitgenössische Positionen. Transcript Verlag, Bielefeld 2009 (Passwort benötigt)

Zusätzlich kann man auch noch diesen Text lesen, von dem Wikipedia sagt „Auf den Ansätzen aus Was ist Kritik? aufbauend, hielt Foucault 1983 die Vorlesung Was ist Aufklärung?“:

Foucault, Michel: Was ist Aufklärung? In: Erdmann, Eva; Forst, Rainer; Honneth, Axel (Hrsg.): Ethos der Moderne. Foucaults Kritik der Aufklärung. Campus Verlag, Frankfurt (Main) 1990 (Passwort benötigt)

Selbstorganisiertes Seminar zum Thema Ideologie(-kritik): Texte und Materialien

1. Sitzung am 24.10.2012: Einführung anhand von Literaturvorschlägen

Literaturvorschläge

2. Sitzung am 31.10.2012:

Handout – Einführung in den Ideologiebegriff nach Jürgen Ritsert

Jürgen Ritsert – Ideologie – Theoreme und Probleme der Wissenssoziologie – Kapitel 2 – Einige kernige Sätze zum Ideologiebegriff (Passwort benötigt)

Jürgen Ritsert – Ideologie – Theoreme und Probleme der Wissenssoziologie – Inhaltsverzeichnis (Passwort benötigt)

3.-6. Sitzung am 07.,14..21. und 28.11.2012:

Handout – Marxismus und Ideologie

Karl Marx – Kritik der gesellschaftlichen Wirklichkeit. In: Lenk, Kurt (Hrsg.): Ideologie. Frankfurt (Main) 1984 (Paswort benötigt)

Erich Hahn – Zur Kritik des bürgerlichen Bewusstseins. In: Lenk, Kurt (Hrsg.): Ideologie. Frankfurt (Main) 1984 (Passwort benötigt)

7.-9. Sitzung am 05.,12. & 19.12.2012:

Theodor Geiger – Ideologie und Werurteil. In: Lenk, Kurt (Hrsg.): Ideologie. Frankfurt (Main) 1984 (Paswort benötigt)

10. Sitzung am 09.01.2013

Karl Mannheim – Auszüge aus dem Kapitel „Politik als Wissenschaft“ aus dem Buch: Ideologie und Utopie. Dritte und vermehrte Auflage. Frankfurt (Main). 1952 (Passwort benötigt)

Zur Ergänzung empfohlen:
Karl Mannheim – Inhaltsverzeichnis und Kapitel „Problemansatz“ aus dem Buch: Ideologie und Utopie. Dritte und vermehrte Auflage. Frankfurt (Main). 1952 (Passwort benötigt)

11.-13. Sitzung am 16., 23. & 30.01.2013: Kritik der Wissenssoziologie:

Holger Hagen – Die Soziologie des seiner Objektivität nicht mächtigen Wissens. Eine kritische Skizze zur Konstitution des Gegenstands der „Wissenssoziologie“. In: Dumbadze, Devi; Geffers, Johannes; Haut, Jan; Kloepper, Arne; Lux, Vanessa; Pimminger, Irene (Hrsg.): Erkenntnis und Kritik. Zeitgenössische Positionen. Transcript Verlag, Bielefeld 2009 (Passwort benötigt)

Als Zusatzlektuere empfohlen:
Adorno, Theodor W.: Das Bewusstsein der Wissenssoziologie. In: Lenk, Kurt (Hrsg.): Ideologie. Frankfurt (Main) 1984 (Passwort benötigt)

Antwort auf unseren Flyer

Als wir in der Mensa den Flyer zum aktuellen selbstorganisierten Seminar zu Ideologie(-kritik) ausgelegt haben, blieben die folgendermaßen kommentierten Flyer, die wir beim Einsammeln wiederfanden, auf den Tischen liegen. Gerne können die Antworten über die Kommentarfunktion diskutiert werden.

Kommentar zum Ideologie(-kritik) Flyer

Am Rande des oberen Flyers steht: „And I see you think you‘re a wannabe rebel!“
Und am Rande des unteren Flyers steht: „Man muss sich nicht immer entscheiden.“

Selbstorganisiertes Seminar (#4) zu Ideologie(-kritik)

selbstorganisiertes Seminar zum Thema Ideologie(-kritik)

Was sind Ideologien? Wie treten sie in Erscheinung? Welche Auswirkungen haben Ideologien auf unser Denken, Fühlen, Handeln? Wozu dienen sie, wer profitiert möglicherweise von ihnen? Was meint Lukács, wenn er von Ideologie als ein „notwendig falsches Bewusstsein“ spricht? Ist Ideologiefreiheit überhaupt möglich oder wünschenswert? Die Frage der Objektivität von Aussagen und Theorien ergibt sich in vielen Studiengängen ständig. Allerdings wird sie zumeist nur auf methodischer Ebene gestellt und grundlegendere, philosophische Überlegungen haben kein Platz im Stundenplan. Die Kritische Universität Tübingen ist eine aus dem letzten Bildungsstreik hervorgegangene Initiative von Student*innen. Sie ist ein Versuch sich abseits des üblichen Leistungs- und Bewertungsdrucks in netter (Seminar-)atmosphäre mit Themen und Fragen auseinander zu setzten, die an der Uni Tübingen nicht befriedigend behandelt werden. Jede*r Interessierte ist herzlich eingeladen es uns gleich zu tun. ECTS-Punkte werden nicht vergeben.

Ab diesen Mittwoch wöchentlich um 18:15 im Institut für Psychologie, Schleichstraße 4, Raum 4328
Weitere Infos hier auf diesem Blog und über den Verteiler (Passwort dafür kann man bei der Sitzung erfahren).

Planung fuer’s kommende Semester

Hi liebe Leute,

wir haben uns gestern getroffen um zu besprechen, was kommendes Semester für ein/zwei oder mehr KUT-Seminar(e) stattfinden könnte(n).

Dabei haben wir verschiedene Vorschläge gesammelt und wollen Euch diese erstmal unterbreiten. Wenn noch jemanden weitere Themen interessieren, sollten diese bis einschließlich Sonntag, 09.09. über den Verteiler vorgeschlagen werden. Wenn Ihr nicht auf dem Verteiler seid oder Euch auch nicht an das Passwort erinnert, mit dem man sich über den Link rechts auf den Verteiler eintragen kann, schreibt Eure Vorschläge bitte in das Kommentarfeld unten. Wenn die Vorschläge gesammelt sind, wird ein Doodle erstellt um zu erruieren, wer wo mit vorbereiten oder eine Sitzung gestalten würde o.Ä.. Wenn wir das wissen, können wir dann beschließen, was wir alles machen wollen und wie es von statten gehen soll.

Vorschläge:

Mensch und Natur: z.B. Vorstellungen von der Natur des Menschen (weil so viel damit erklärt/begründet wird); Naturwissenschaften – wie funktionieren sie? (z.B. Texte aus der Geschlechterforschung und der Kritischen Theorie);

Sexualität: Wie funktioniert sexuelles Begehren: Warum werden bestimmte Formen der Sexualität negativ bewertet? Warum spielt Sexualität für das Selbstbild der Subjekte so eine große Rolle? Warum z.B. funktionieren Anspielungen auf die Sexualität oft als Beleidigung?

Nationalismustheorie: Zunächst: historische Genese der bürgerlichen Nationalstaaten; begriffliche Klärung dessen, was Nation ist; Nationalismus und seine heutige(n) Form(en), z.B. Standortnationalismus; völkischer Nationalismus vs. Republikanischer Nationalismus

irgendwas mit Ästhetik, besonders: Was ist Kunst? Wie funktioniert Kunst im Kapitalismus (Kulturindustrie)? Kunst-Geschmack als soziales Abgrenzungsmerkmal; Ist politische Kunst möglich/nötig/wünschenswert/Müll? Kunst als negative Utopie (Adorno)

Subjekt: Der Poststrukturalismus scheint das Subjekt als Effekt von Diskursen zu begreifen; die Kritische Theorie behauptet ein Unterbewusstes des Subjekts, mit dem man die Verhaltensweisen, die man z.B. für irrational hält, erklären könnte; Hegel scheint das Subjekt als etwas das sich aus der Unterscheidung von einem Selbst von der Ganzheit der eigenen Begriffe ergibt zu verstehen. Warum denken und handeln Menschen so, wie sie es tun? Was ist das Subjekt?

Ideologiekritik: Was ist Ideologie? Was ist das notwendige am „notwendig falschen Bewusstsein“ (Lukács)? Ist Ideologiefreiheit möglich/nötig/wünschenswert/Müll?

Paradigmen in der Wissenschaft (Thomas S. Kuhn): Kann Wissenschaft objektiv sein oder ist sie notwendig in einem Paradigma befangen und damit nicht objektiv? Haben Paradigmen einen ideologischen Charakter? Kann man als Wissenschaftlerin unparteiisch sein?

Anwürfe gegen’s universitäre Establishment, akademische Nestbeschmutzung: Wissenschaft als (Re-)Produktionsraum herrschender Ideologien. Z.B.: Kritik der vorherrschenden Totalitarismusdoktrin, Kritik der Extremismustheorie…

Antisemitismus:
Wenn Leute beschuldigt werden, den Antisemitismus-Vorwurf als Instrument zu gebrauchen, impliziert das ein Publikum, das sich von einem nicht gerechtfertigten Vorwurf beeindrucken lässt. Es muss also von diesen Antisemitismuskritiker_innen-Kritiker_innen zugestanden werden, dass mangelnde Aufklärung darüber was Antisemitismus ist und warum es ihn gibt, besteht.
Verbreitet scheint mir die Erklärung: Antisemitsmus gibt’s halt weil Leute Buhmänner für irgendwas, das sie schlecht finden, suchen. Abgesehen davon, dass das eine strategische, bewusste Suche implizieren kann und damit z.T. verschwörungstheoretisch anmutet, geht aus dieser Erklärung nicht hervor, wieso gerade über Juden eine Ideologie zustande kommt und wie sie zu ihren genauen Inhalten kommt (raffgierig, hinterhältig, Weltverschwörung etc.).
Hier schlagwortartig ein paar Themen, mit denen wir uns beschäftigen könnten: primärer & sekundärer Antisemitismus, Vernichtungsantisemitismus, struktureller Antisemitismus, Schuldabwehr-Antisemitismus…
Diskutieren könnte man auch das Verhältnis von Antijudaismus und Antisemitismus.

Faschisierung in Ungarn
:
Ich habe zwar ein paar Texte dazu gelesen, kann aber jetzt aus dem Gedächtnis kein sicheres Bild mehr zeichnen, weswegen ich nur allgemein die Tendenzen nenne, die dort hegemonial werden (also mindestens tendenziell in der Regierung vertreten werden): Antiziganismus (bis hin zu Morden und Pogromen), völkischer Nationalismus des Magyarentums (Imagination einer geknechteten völkischen Identität, die chauvinistische Ansprüche ggü. Minderheiten und anderen Ländern rechtfertigen soll; revanchistische Gebietsansprüche; Geschichtsklitterung); Rückfall hinter den bürgerlichen Rechtsstaat (Aufhebung der Pressefreiheit; Entlassung nicht genehmer (liberaler und linker) Personen aus den Behörden und Universitäten); Antisemitismus…
Mich würde erstmal eine Bestandsaufnahme und natürlich die Frage nach den Gründen interessieren.
Evtl. könnten wir auch Griechenland mit betrachten, wo ja inzwischen auch Menschen die für Migrant_innen gehalten werden, z.T. unter Duldung und sogar aktiver Beteiligung der Polizei auf der Straße angegriffen werden. Wir könnten dann die Frage behandeln ob es einen gemeinsamen Grund für beide Entwicklungen gibt.

Die thematischen Erläuterungen sind nur erste Ideen/Vorschläge. In der weiteren Vorbereitung können wir uns genauer Gedanken darüber machen und auch Punkte verwerfen oder so.

Im Übrigen habe ich, der Protokollant, den Vorschlag zwei oder drei zusätzliche Sitzungen neben den regulären Terminen zu machen, um dort Ergebnisse festzuhalten, also einfach aufzuschreiben, was man wichtig findet oder welche Fragen man für unbeantwortet und bedenkenswert hält. Vielleicht gibt es sogar mehrere Veranstaltungen und wir können uns zusammensetzen um zu überlegen ob unsere Ergebnisse gemeinsame Momente aufweisen. Z.B. hätte ich letztes Semester interessant gefunden, zu gucken, ob die Kritik, die z.B. von Klaus Holzkamp an der Mainstreampsychologie geübt wurde, einen Grund hat, der auch in anderen Fächern wirkt, wenn er z.B. bemängelt, dass ein bestimmtes Verhalten von Menschen beharrlich – ohne Anhaltspunkt – als Ausdruck ihrer Natur aufgefasst wird.

Wenn’s Anmerkungen oder Fragen zum Protokoll gibt oder, wie oben geschrieben, jemanden weitere Themen interessieren, schicket sie einfach über den Verteiler. Am 10.09. mache ich dann das Doodle zum Abstimmen der Themen.

Solidarität mit dem Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI)

Das Institut für Vergleichende Irrelevanz in Frankfurt am Main ist räumungsbedroht.

Insititut für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt am Main

Mitarbeiter des Investors, Franconofurt AG, der das seit fast neun Jahren besetzte Gebäude Anfang des Jahres gekauft hat, haben am 22. Mai die Eingangstür des IvI aufgebrochen und die anwesenden Leute und Bewohner des Hauses abgefilmt. Während eine spontane Sitzblockade zunächst Schlimmeres verhindern konnte, drohten die Mitarbeiter des Unternehmens sogar rechtswidrigersweise eine eigenhändige Räumung innerhalb der nächsten zwei Wochen an.
Zum Vorgehen seitens des Investors, der Universität und der Stadt Frankfurt hat das IvI jetzt eine neue Petition vorgelegt, zu deren Unterzeichnung die Lesenden dieses Artikels sich hiermit aufgerufen fühlen mögen.
Auch die alte Petition, welche den Anspruch eines gesellschaftskritischen Instituts und dessen Bedingung als politischen Anspruch formuliert, ist noch aktuell und kann hier unterzeichnet werden. Weitere Informationen über den Verlauf der Geschehnisse finden sich auf der Webseite des IvI, auf einem Solidaritätsblog zum Erhalt desselben und unter dem Twitter-Hashtag #ivibleibt.

Wer sich Stimmen aus dem IvI anhören will, kann sich unten die Interviews und einen Kurzfilm über das Projekt zu Gemüte führen.

Kürzeres Interview vom Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen vom FSK Hamburg über den Verlauf der Verhandlungen mit dem Investor, das Verhalten der Universitätsleitung und die Frage wie man sich im IvI zu helfen gedenkt (ca. 10 Min.).

Download hier.

Längeres Interview vom Bildungsmagazin (Wüste Welle Tübingen) über das IvI im Allgemeinen und die Bedrohung im Besonderen (ca. 36 Min.):

Download hier.

Kürzeres Interview von Radio Corax Halle, besonders über die Situation vor dem 22. Mai (ca. 15 Min.):

Donwload hier.

Hier gibt es einen kurzen Film von Arte über das IvI:

Institut für vergleichende Irrelevanz – MyVideo

Texte und Materialien zum Seminar zur Kritischen Psychologie

Eintragen in den Emailverteiler der Kritischen Uni Tübingen bitte hier (Passwort benötigt).

Sitzung am 09.05.2012
Text:
Morus Markard – Einführung in die Kritische Psychologie, Kapitel 1-3 (Passwort benötigt)
Einführende Vorträge kann man sich ohne Passwort hier ansehen.

Sitzung am 16.05.2012
Text:
Klaus Holzkamp – Verborgene anthropologische Voraussetzungen der allgemeinen Psychologie (Passwort benötigt)
Empfohlener Zustatztext,
„in dem Holzkamp seine Zeit an der FU Berlin resümiert, in der sich das, was später „Kritische Psychologie“ genannt wird, herausgebildet hat. Ist auch als Zeitdokument über die Kritik der Studierendenbewegung der 70er Jahre am Universitätsbetrieb interessant.“(so ein Seminarteilnehmer):
Klaus Holzkamp – Die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlichem Erkenntnisgehalt psychologischer Forschung (Passwort benötigt)

Sitzungen am 23.05.2012 und 06.06.2012
Text 1:
Klaus Holzkamp – ‚Hochbegabung‘ – Wissenschaftlich verantwortbares Konzept oder Alltagsvorstellung (1992) (Passwort benötigt)
Skript zum Referat zu obigem Text:
Hochbegabung als Kategorie der psychologischen Theoriebildung

Sitzungen am 13.06.2012 und 20.06.2012
Text:
K.H. Braun – Genese der Subjektivität Kap. 2 bis 2.1.4. (Passwort benötigt)

Sitzung am 27.06.2012
Text:
Klaus Holzkamp – Wahrnehmungstaetigkeit in der buergerlichen Gesellschaft. Wahrnehmungsdimensionen: Ursprung aus dem Kapitalverhaeltnis (Passwort benötigt); Achtung die Datei ist fast 20 MB groß

Sitzung am 04.07.2012
Text:
Jochen Kalpein & Nadja Katsch – Bericht über die Diskussion der Arbeitsgruppe „Therapie-Widersprüche“ des 4. Kongresses Kritische Psychologie „Interesse und Parteilichkeit“ (Passwort benötigt)

Sitzung am 11.07.2012
Text:
Michel Foucault – Wahnsinn und Gesellschaft.Vortrag, gehalten in Tokio 1978. (Passwort benötigt)
Empfohlener Zusatztext:
Michel Foucault – Macht und Wissen
(Interview mit Foucault, in dem er einen kurzen Überblick über seine sonstigen Arbeiten und was ihn so theoretisch umtreibt, gibt – für die, die es interessiert.)(Passwort benötigt)

seminar zur kritischen psychologie ab mittwoch

Das Seminar zur Kritischen Psychologie findet ab kommenden Mittwoch, 2. Mai immer mittwochs um 18 Uhr c.t. (lat. für „cum tempore“ und bedeutet in Akademie-Sprech eine viertel Stunde spaeter) im Raum 021 im Institut fuer Politikwissenschaft, Melanchthonstrasse 30 Tuebingen statt. Es gibt Flyer, nach denen Ihr Ausschau halten und die Ihr gerne verteilen koennt, wenn Ihr sie vor dem Raetebuero abholt. Gerne koennt Ihr das Seminar auch in Euren Univeranstaltungen ankuendigen. Hier koennt Ihr den Flyer schonmal online sehen:
Kritische Psychologie Ankündigungsflyer Teil 1
Kritische Psychologie Ankündigungsflyer Teil 2

Was wollt Ihr kommendes Semester machen?

Wir wollen auch im kommenden Semester weiter eigene Veranstaltungen anbieten. Deshalb gibt es hier ein Doodle mit Themen, für die man abstimmen kann (Deadline zur Abstimmung ist der 1. März). Wenn Ihr mitmachen wollt, wäre es gut, wenn Ihr Euch entweder bei der Vorbereitung der gesamten Veranstaltung oder bei der Vorbereitung einzelner Termine beteiligtet.
Wir freuen uns aber auch über weitere Angebote: Wenn Ihr ein Seminar o.Ä. anbieten wollt, dann sagt Bescheid und wir schauen ob noch andere Leute Lust haben und mit vorbereiten können.