22.11.17 – Jour fixe: Plurale Ökonomik und/oder das Elend der WiWi

Es ist eine weit verbreitete common sense Vorstellung, dass man Dinge oder Sachverhalte nur adäquat darstellen kann, wenn man verschiedene Perspektiven einnimmt oder unterschiedliche Ansätze wählt.
Dem gegenüber scheinen Positionen, die nur eine Herangehensweise wählen, das Etikett Dogma zu verdienen. Die Frage die sich stellt, ist also: Woraus beziehen beide Postitionen ihre Legitimation, bzw. wie ist zu entscheiden, auf welche Seite des Konfliktes man sich stellt.

Auch in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wird von allen Seiten „Methodenmix“, „Methodentriangulation“ uvm. eingefordert. In den Wirtschaftswissenschaften gibt es seit einigen Jahren die Initiative „Netzwerk Plurale Ökonomik“, die eine stärkere Pluralität in Forschung und Lehre der Wirtschaftswissenschaften einfordern und damit quer zum Mainstream der Wirtschaftswissenschaften stehen.

Am Beispiel des „Netzwerks Plurale Ökonomik“ wird im Vortrag versucht darzustellen, dass die Frage „Dogma oder Pluralismus“ sowohl in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften selbst, als auch in deren Kritik die falsche Frage ist. Mit dieser Einsicht wird versucht werden, die auf der falschen Frage beruhenden falschen Antworten zu kritisieren und damit dieses „Entweder Oder“ an sich selbst zu kritisieren.

Unser Jour fixe ist eine Veranstaltung, zu der wir uns alle zwei Wochen an einem Mittwoch treffen, um Themen zu diskutieren, die uns gerade beschäftigen. Jede_r von euch ist herzlich eingeladen, dazu zu kommen, mitzudiskutieren oder euch von den anderen zu eigenen Gedanken, Überlegungen, Thesen, Fragen … anregen zu lassen.


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