16.08.17, Jour Fix: „Insurrektionalismus – Die Praxis unter den Theorien“

Als im Juli diesen Jahres im Hamburger Schanzenviertel Autos brannten und Geschäfte geplündert wurden, war der mediale Angstschrei groß. Die Autonomen kommen und sie machen unsere Stadt kaputt. Noch größer allerdings, war die Welle an Distanzierungen und Erklärungen, die darauf folgte. Natürlich wollte niemand etwas mit den Vorfällen zu tun haben und Aktivist*Innen aller Form und Farbe begannen zu erklären, wer dafür verantwortlich sei. Am Ende des medialen Diskurses kam man zu der Einigung, dass die schuldigen bestimmt nichts mit den Protesten gegen den G20 Gipfel zu tun hätten, dass es unterforderte jugendliche, kleinkriminelle und krawallgeile Opportunisten gewesen sein müssen, die die deutsche Medienlandschaft so aggressiv und nachhaltig betreten hatten.
Doch es gibt eine kleine Population von Aktivist*Innen, die derartige Straßenschlachten und Zerstörungsmärsche keineswegs als entgleisung betrachten. Sie verstehen sich nicht als links, lehnen Gewerkschaften, Syndikate und andere Massenorganisationen ab, verschicken stattdessen Briefbomben an EU-Kommissare und stehen für die Aufhebung der Dichotomie von Kommunismus und Individualismus.
Der Vortrag soll eine kurze Einführung geben in die Theorie und Praxis des Insurrektionalismus, oder aufständischen Anarchismus. Dabei werden wir knapp die historischen und aktuellen verwandschaften mit anderen anarchistischen Strömungen, von Ravachol über die Autonomen bis CrimethInc, beleuchten um uns den Grundlagen des Insurrektionalismus zu nähern und dessen Entwicklung zu verstehen.

Der Jour Fixe der Kritischen Uni Tübingen ist eine offene Diskussionsplattform, in der regelmäßig Themen vorgestellt und anschließend diskutiert werden.

Dazu ist jede_r herzlich eingeladen!

19.07.17 – 18 Uhr – Infoladen, Schellingstraße 6


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